youtube

Überlebensprogramm aus der Urzeit des Menschen

Überlebensprogramm aus der Urzeit des Menschen

Neandertaler-Gene beeinflussen heute noch entscheidend unser Leben

Im Ernstfall kann der Mensch heutzutage aus dem Schlaf, im Dunkeln, aus der größten Ruhe sofort durchstarten, um sich in Sicherheit zu bringen. Dabei laufen Programme aus der Urzeit der Menschheit ab. In Bruchteilen von Sekunden kommt der Körper zu Höchstleistungen. Nun kann er auf Bäume klettern und schneller laufen als der Feind.

Damit die Körpermasse (sechzig bis achtzig Kilo und mehr) starten kann, läuft automatisch ein von Hormonen gesteuertes Programm ab. Die Kreislaufaktivität schießt in die Höhe. Der Herzschlag kann sich von einem auf den anderen Schlag verdoppeln. Der Atem wird schneller. Die Energiespeicher werden geleert und in Bewegungsenergie umgesetzt. Damit der Mensch im Dunkeln besser sehen kann, werden die Pupillen größer. Damit er beim Klettern auf Bäume gut greifen kann, produzieren die Hände Schweiß, denn trockene Hände würden aufreißen, Dasselbe passiert mit den Füßen, auch sie produzieren Schweiß, denn der Urmensch lief barfuß über Stock und Stein. Es wird Vorsorge getroffen, falls Verletzungen auftreten: Die Gefäße in den Armen und Beinen verengen sich. So werden sie weniger durchblutet. Bei größeren Verletzungen (z.B. barfuß über spitze Steine) ist so der Blutverlust geringer. Gleichzeitig erhöhen sich die Blutgerinnungsfaktoren.

Die Schmerzempfindlichkeit wird geringer. Das Blut, das sich aus Armen und Beinen zurückzieht, versorgt jetzt vermehrt die Herz-Kreislauf-Organe, die besser durchblutet werden müssen, weil sie auf Hochtouren arbeiten. Das Denken wird jetzt reduziert, damit vorprogrammierte Reflexhandlungen ablaufen können und nicht etwa durch Gedanken gestört werden. Die Aggressivität wird erhöht, die Fluchthormone wirken gleichzeitig als Angriffshormone, denn wenn die Flucht nicht gelingt, folgt eine viel größere Herausforderung: Der Feind muss vernichtet werden. Dafür wird vermehrt das Angriffshormon Noradrenalin produziert. Das Fluchthormon Adrenalin wird ausgeschüttet. Das macht uns so aggressiv, dass Hemmungen überwunden werden. Der Mensch ist in der Lage, mit dem Feind zu kämpfen. Das Hormon Hydrocortision fördert die Blutgerinnung und unterdrückt Schlaf, Sexualität, Verdauung – all das, was eine Flucht verhindert.

Das ist unser Überlebensprogramm heute

Dass wir schon lange nicht mehr auf Bäumen schlafen oder barfuß durch die Landschaft rennen, interessiert die Evolution nicht. Wir leben, und das ist der Beweis, dass dieses Programm funktioniert. Es funktioniert heute noch genauso wie in Urzeiten, wenn der Säbelzahntiger auftauchte.

Nur heute sind die größten Feinde – die ANGST und der STRESS:… ein Telefonat, das wir erwarten,… einen Fehler, den wir befürchten,… ein schwieriger Kunde,… eine komplizierte Aufgabe,… eine Prüfung,… eine rote Ampel,…. ein Stau, …ein Termin… Der Körper sagt immer „Säbelzahntiger!“ und schon springt das ganze Programm an. Sogar einzelne Wörter können es auslösen. So reicht für manche das Wort Prüfung, für andere Akquise oder Vortrag oder Familienfeier oder Finanzamt.

Dann läuft der Überlebensmechanismus ab: Fluchthormone, etc… Aber es findet kein Kampf statt, auch keine Flucht. Es gibt überhaupt keine Bewegung! Der Mensch bleibt am Arbeitsplatz oder im Auto sitzen. NICHTS passiert.

Die Hormone und die freigesetzte Energie bleiben jetzt im Körper aktiv. Sie müssen abgebaut werden, aber dafür ist Bewegung wichtig. Gerade diese Untätigkeit – dass NICHT – HANDELN – KÖNNEN und die NICHT erfolgte Anstrengung machen krank. Das nennt man Stress.

Frustrierende, krankmachende Ergebnisse

Unruhe, Frustration, Angst, Aggressivität, Unsicherheit, Nervosität, Gesundheitsstörungen, Neurosen, Depressionen. Der Körper kann sich nicht mehr erholen, weil die notwendigen Erholungsphasen zu gering sind. –> Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Lustlosigkeit, Impotenz, Fruchtbarkeitsstörungen. Im EXTREM: Burnout-Syndrom oder Depressionen.

Willkommen im LEBEN!

bildungsdoc®-Podcast - Spotify
YouTube
bildungsdoc®-Podcast - iTunes

talk inTeam® sehen und hören

talk inTeam® kannst du dir jederzeit auf YouTube ansehen oder als Podcast anhören. Fortlaufend gibt es neue Folgen. Unsere kompetenten Talkgäste sorgen für den AHA-Effekt zum Schluss jeder Sendung.

Teile diese Seite